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Kirchenaustritt

Wichtige Informationen zum Kirchenaustritt

Der Austritt aus einer Kirche, Relgionsgemeinschaft oder weltanschaulichen Gemeinschaft, die Körperschaft des öffentlichen Rechts ist, bedarf nach Art. 3 Abs. 4 des Bayerischen Kirchensteuergesetztes (KirchStG) zur öffentlich-rechtlichen Wirkung einer Erklärung bei dem Standesamt des Wohnsitzes oder gewöhnlichen Aufenthaltortes.

Folgende Kirchen, Relgionsgemeinschaften und weltanschauliche Gemeinschaften sind als Körperschaften des öffentlichen Rechts anerkannt:

  1. die Römisch-Katholische Kirche,
  2. die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern
  3. die Evangelisch-reformierte Kirche in Bayern
  4. die Alt-Katholische Kirche im Freistaat Bayern
  5. die Evangelisch-methodistische Kirche
  6. die Vereinigung Bayerischer Mennonitengemeinden
  7. die Russisch-Orthodoxe Kirche im Ausland
  8. der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern
  9. die Christian Science in Bayern
  10. die Neuapostolische Kirche Süddeutschland
  11. die Freikirche der Siebenten-Tages-Adventisten in Bayern
  12. die Christengemeinschaft in Bayern
  13. die Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland
  14. der Bund für Geistesfreiheit Bayern
  15. der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland
  16. der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden
  17. die Rumänische Orthodoxe Metropolie für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa
  18. Jehovas Zeugen in Deutschland
  19. Humanistischer Verband Deutschlands – Bayern

Die Austrittserklärung im Fall von Ziffer 8 lautet, dass der Austritt aus dem israelitischen Bekenntnis erfolgt (Art. 2 Abs. 1 KirchStG).

Nur o.g. Einrichtungen sind berechtigt, von ihren Angehörigen Kirchensteuer zu erheben. Der Austritt aus einer Religionsgemeinschaft wirkt sich auf die ggf. zu zahlende Kirchensteuer aus.


Voraussetzungen für den Kirchenaustritt

In der Austrittserklärung sind anzugeben:

  • Vorname, Familienname
  • Tag und Ort der Geburt
  • Wohnsitz oder ständiger Aufenthalt
  • bei Personen, die verheiratet sind oder waren: Kennzeichen und Führungsort des Familienbuchs. Ist kein Familienbuch vorhanden, sind Tag und Ort der Eheschließung anzugeben.
  • Relgions- oder Weltanschauungsgemeinschaft, aus der der Erklärende austreten will, eindeutig bezeichnen

Der Austritt darf nicht unter einer Bedingung oder einem Vorbehalt erklärt werden.

Vertretung bei der Abgabe der Austrittserklärung ist zulässig. Der Vertreter hat seine Vertretungsmacht durch Vorlage einer schriftlichen Vollmacht nachzuweisen, die ausdrücklich zur Abgabe einer Erklärung über den Austritt aus einer bestimmten Kirche, Religionsgemeinschaft oder weltanschaulichen Gemeinschaft  bevollmächtigt.

Hinweis: Die Unterschrift des Vollmachtgebers muss öffentlich von einem Notar beglaubigt sein!


Erforderliche Unterlagen

  • gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • bei zugelassener Vertretung ist eine Vollmacht mit Personalausweis des Antragstellers und des Bevollmächtigten erforderlich

Kosten

Für die Aufnahme einer Niederschrift über die mündliche Austrittserklärung wird eine Gebühr in Höhe von 25,00 € erhoben. Für die Bestätigung der mündlichen Austrittserklärung in Form einer Ausfertigung der Niederschrift fällt eine Gebühr in Höhe von 6,00 € an.


Hinweis

Das Standesamt teilt den Austritt dem betroffenen Kirchensteueramt, dem Finanzamt und der Meldebehörde mit.


Für Fragen zum Thema „Kirchenaustritt“ steht Ihnen gerne unser Sachbearbeiter Herr Ritter zur Verfügung.
Telefon 06095.9710-27; Zimmer 2, Erdgeschoss.