Bürgerservice A-Z

Standesamtliche Trauung

Heiraten in Waldaschaff
Wichtige Informationen zur Eheschließung

Anmeldung der Eheschließung

Die Eheschließenden müssen die Eheschließung beim Standesamt anmelden und die dafür erforderlichen Papiere beschaffen. Grundsätzlich müssen Sie persönlich beim Standesamt vorsprechen! Ist einer der beiden verhindert, kann er den anderen schriftlich ermächtigen. Ausnahmsweise, wenn beide Eheschließenden aus wichtigem Grund verhindert sind, kann die Eheschließung schriftlich oder durch einen Vertreter angemeldet werden.

Die Anmeldung der Eheschließung ist erforderlich, damit das Standesamt feststellen kann, ob die rechtlichen Voraussetzungen für eine Eheschließung erfüllt sind oder ob dem Heiratswunsch ein Eheverbot entgegensteht (Prüfung der Ehefähigkeit). Der Standesbeamte muss dazu einige Fragen an die Eheschließenden stellen.

Wichtig: Über die Feststellung, dass kein Ehehindernis vorliegt, erhalten die Eheschließenden eine Mitteilung des Anmeldestandesamts. Die Eheschließung hat innerhalb von sechs Monaten nach dieser Mitteilung zu erfolgen, sonst ist ein erneutes Anmeldeverfahren notwendig.


Zuständigkeit

Welches Standesamt für die Anmeldung der Eheschließung zuständig ist, hängt vom Wohnsitz der Eheschließenden ab. Bestehen unterschiedliche Wohnsitze, können Sie sich aussuchen, bei welchem der zuständigen Standesämter Sie die Eheschließung anmelden wollen.

Die Zuständigkeitsregelung ist jedoch nur für die Anmeldung der Eheschließung bindend. Die Ehe kann vor jedem Standesamt in Deutschland geschlossen werden, wenn bei der Prüfung der Ehevoraussetzungen duch das Anmeldestandesamt kein Ehehindernis festgestellt wurde und sich seit der Anmeldung keine Änderungen in den tatsächlichen Verhältnissen (bezüglich der Ehevoraussetzungen) ergeben hat.


Wichtige Fragen

Sind Sie schon 18 Jahre alt?
Mindestens einer der beiden Eheschließenden muss volljährig sein, der andere Eheschließende kann dann mit einer Befreiung der Ehemündigkeit durch das Familiengericht, wenn er 16 Jahre alt ist, heiraten. Das Familiengericht beteiligt im Befreiungsverfahren die Eltern bzw. den gesetzlichen Vertreter des Minderjährigen.

Waren Sie schon verheiratet oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft und möchten nun nochmals heiraten?
Die frühere Ehe muss durch den Tod, Scheidung oder sonstige gerichtliche Aufhebung aufgelöst sein. Wurde eine frühere Ehe im Ausland geschieden, so gilt:  Eine Auslandsscheidung ist in der Regel nur wirksam, wenn sie durch die zuständige Landesjustizverwaltung ausdrücklich anerkannt wurde. Ausnahmen gelten nur, wenn die Ehe im Heimatstaat beider Ehegatten geschieden worden ist und keiner der Ehegatten deutschem Recht untersteht. Eine Anerkennung ist auch dann nicht erforderlich, wenn ein Gericht oder eine Behörde eines Staates der EU, ausgenommen Dänemark entschieden hat und die Entscheidung nach dem 01. März 2001 ergangen ist. Soweit eine Anerkennung erforderlich ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig den erforderlichen Antrag zu stellen, weil die Bearbeitung eine gewisse Zeit erfordert und unter Umständen weitere Unterlagen beschafft werden müssen. Bei der Antragstellung ist das Standesamt, bei dem die neue Ehe geschlossen werden soll, gerne behilflich. Wurde die Anerkennug eines ausländischen Scheidungsuerteils von einer Landesjustizverwaltung ausgesprochen, so ist sie in der gesamten Bundesrepublik Deutschland für Gerichte und Verwaltungsbehörden bindend.

Sind Sie Ausländer?
Ausländer müssen ein Ehefähigkeitszeugnis ihrer Heimatbehörde vorlegen. Ist das nicht möglich, muss eine Befreiung durch den Präsidenten des in der Bundesrepublik Deutschland zuständigen Oberlandesgerichts beigebracht werden.

Sind Sie Adoptivgeschwister?
In diesem Fall könnte das Familiengericht eine Ausnahme zulassen.

Sind Sie in gerader Linie miteinander verwandt? Oder sind Sie Voll- oder Halbgeschwister?
In diesen Fällen ist eine Ehe ausgeschlossen. Dies gilt auch, wenn das Verwandtschaftsverhältnis durch Annahme erloschen ist.

 

Erst wenn diese Fragen geklärt sind, kann das Standesamt die Ehefähigkeit der Eheschließenden feststellen und einen konkreten Terin für die Eheschließung vereinbaren!


Erforderliche Unterlagen

In der Regel sind folgende Unterlagen vorzulegen:

Von Eheschließenden, die beide noch nicht verheiratet waren und volljährig und Deutsche sind:

  • einen beglaubigten Ausdruck aus dem Geburtenregister (nicht älter als 6 Monate)
    (Erhältlich beim Standesamt des Geburtsortes)
  • Aufenthaltsbescheinigung, ausgestellt zum Zwecke der Eheschließung mit Angabe des Familienstandes, der Staatsangehörigkeit und der Wohnung
    (Erhältlich beim Einwohnermeldeamt des Hauptwohnsitzes)
  • eine Geburtsurkunde oder einen beglaubigten Ausdruck aus dem Geburtenregister gemeinsamer Kinder (nicht älter als 6 Monate)
    (Erhältlich beim Standesamt, das für den Geburtsort des Kindes zuständig ist)
  • gültiger Reisepass oder Personalausweis

Zusätzlich benötigen Eheschließende, die bereits verheiratet waren oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft gelebt haben:

  • urkundlicher Nachweis über die Auflösung der letzten Ehe oder Lebenspartnerschaft (z.B. Tod, Scheidung, gerichtlichen Aufhebungsbeschluss), In der Regel kann der Nachweis durch eine neu ausgestellte Ehe- oder Lebenspartnerschaftsurkunde oder einen beglaubigte Ausdruck aus dem Ehe- oder Lebenspartnerschaftsregister dieser Ehe oder Lebenspartnerschaft erbracht werden.

Kosten

Die Kosten für die Anmeldung der Eheschließung sowie die Durchführung der Eheschließung belaufen sich auf 200,00 € bis 300,00 €.


Allgemeine Hinweise

  • alle Urkunden müssen im Orginal vorliegen, Fotokopien können nicht anerkannt werden!
  • fremdsprachige Urkunden werden in internationaler Form oder zusammen mit einer Übersetzung (durch einen öffentlich bestellten und vereidigten Übersetzer oder Dolmetscher) benötigt
  • in besonderen Fällen können weiter Unterlagen erforderlich sein!

Bitte vereinbaren Sie grundsätzlich einen Termin für die Anmeldung der Eheschließung!


Ehename

Die Ehegatten können bestimmen, ob und welchen gemeinsamen Familiennamen Sie als Ehenamen führen möchten. Diese Erklärung kann bei der Eheschließung gebührenfrei oder zu jedem späteren Zeitpunkt gegen eine Gebühr in Höhe von 25,00 € beim Standesamt Ihres Wohnortes abgegeben werden.

Über die Zusammenstellung der Ehenamen berät Sie gerne unser Standesbeamter.


Für Fragen zum Thema „Standesamtliche Trauung“ steht Ihnen unser Sachbearbeiter Herr Ritter gerne zur Verfügung.
Telefon: 06095.9710-27; Zimmer 2, Erdgeschoss