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Begrenzung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h in der Ortsdurchfahrt Waldaschaff

10. Juni 2022

Die Prüfung verkehrsrechtlicher Möglichkeiten zum Schutz der Anwohner vor Lärm sowie zur Erhöhung der Verkehrssicherheit waren in der Vergangenheit Gegenstand vieler Abstimmungsgespräche mit den Fach- und Aufsichtsbehörden, wie der Kreisstraßenverwaltung, der Verkehrsbehörde, der Polizei und der höheren Straßenverkehrsbehörde an der Regierung von Unterfranken. Auch wurde die Thematik in verschiedenen Sitzungen des Gemeinderates besprochen und in einer Klausurtagung Anfang des Jahres wurde auch über diese Thematik beraten.

Eine Begrenzung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf Basis von Lärmberechnungen wurde dabei verworfen, da die Berechnungen zu sehr differenzierten Ergebnissen kommen, da sich der Straßenraum in der Ortsdurchfahrt unstetig verändert und die Verkehrsmengen ebenfalls stark variieren. Es kommt weiter hinzu, dass diese Berechnungen den aktuellen Straßenzustand, insbesondere auch die vielen Aufgrabungen durch die Verlegung der Glasfaserleitungen nicht angemessen berücksichtigen. Auch die bereits in den Jahren 2010 und 2011 durch den Landkreis finanzierten und durchgeführten Lärmsanierungen (Bezuschussung von Lärmschutzfenstern und Lüfteranlagen) an insgesamt rund 120 Gebäuden entlang der Aschaffenburger Straße und der Lohrer Straßen hätten berücksichtigt werden müssen.

Vor diesem Hintergrund fand zusammen mit den Fachbehörden eine nochmalige Detailbewertung des Straßenraumes (Breiten von Fahrbahnen und Gehwegen, Sichtverhältnissen, Kurvenlagen usw.) sowie des Straßenzustandes (Straßenschäden, Aufgrabungen usw.) statt. Auch die sich stark verändernden Verkehrsstärken innerhalb der Ortsdurchfahrt wurden dabei berücksichtigt.

Im Ergebnis einer abschließenden Besprechung am 10.05.2022 soll deshalb der Bereich der Aschaffenburger Straße beginnend vom Umfeld der Christenbrücke bis zum Umfeld der Einmündung in die Fabrikstraße eine Begrenzung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h erhalten.

Im Bereich zwischen der Christenbrücke und der Einmündung am Sandweg erfolgt die Begrenzung aufgrund der Kurvenlage der Straße, den dortigen Fußgängerquerungen, der Straßenraumgestaltung sowie der Anlagen des Öffentlichen Personennahverkehrs in Verbindung mit dem hohen Verkehrsaufkommen.

Im weiteren Bereich bis zur Fabrikstraße erfolgt die Begrenzung ebenfalls aufgrund der Straßenraumgestaltung aber insbesondere auch aufgrund des schlechten Fahrbahnzustandes in Verbindung mit den vielen Aufgrabungsstellen und der hohen Verkehrsbelastung. Nach dem finalen Ausbau dieses Streckenabschnittes in einigen Jahren muss die Situation dann gemeinsam nochmals bewertet werden.

Die Standorte der Verkehrszeichen wurden in der vergangenen Woche bei einer Ortsbegehung festgelegt und die Beschaffung der Verkehrszeichen eingeleitet. Die Aufstellung ist, vorbehaltlich der Lieferung der Verkehrszeichen, für die 26. Kalenderwoche geplant.

Auch die Parkraumbewirtschaftung war Gegenstand der verschiedenen Abstimmungen. Man war sich dabei im Grundsatz einig, dass die Ausweisung von Parkständen auf der Kreisstraße ein gutes Mittel der Verkehrslenkung und der Verkehrsberuhigung ist. Man war sich weiterhin einig, dass seitens der Anwohner auch ein erheblicher Stellplatzbedarf besteht.

Es wurde deshalb in der Sitzung des Gemeinderates am 17.02.2022 die Technische Hochschule Darmstadt damit beauftragt, ein Parkraumkonzept zu erarbeiten. Hierzu fanden und finden verschiedene Erhebungen und Erfassungen durch die Hochschule statt. Am Ende soll die Hochschule dann verschiedene Lösungsansätze mit verschiedenen Zielsetzungen erarbeiten und vorstellen. Welcher Lösungsansatz mit welcher Zielsetzung dann zum Tragen kommen wird, muss der Gemeinderat in Abstimmung mit den Fachbehörden und dem Baulastträger dann entscheiden. Über diesen Entscheidungsprozess werden wir die Bürgerinnen und Bürger transparent informieren.

 

Landratsamt Aschaffenburg

Gemeinde Waldaschaff

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