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Insekten brauchen auch im Winter unseren Schutz

20. Oktober 2021

Über sommerlich prachtvoll blühende Wiesen freuen sich alle Menschen und auch die Insekten besuchen diese Trachtquelle sehr gerne. Aber im Herbst, wenn die Pracht verblüht ist und braune Stängel herumstehen, fragen sich viele Bürgerinnen und Bürger, warum hier nicht gemäht und „Ordnung geschaffen“ wird.

Doch für unsere Augen als ungepflegt aussieht, ist für die Insekten überlebenswichtig!

Sie nutzen die Blüten nicht nur als Nahrungsquelle, sondern für die Insekten ist die Wiese auch Schlafplatz, Aufwärmplatz, Paarungsplatz, Eiablageplatz, hier finden die Raupen ihr Futter und schließlich verpuppen sich die Larven an den Pflanzenstängeln.

Wie überstehen unsere Insekten die kalte Jahreszeit?

Nur wenige Schmetterlinge, wie Distelfalter oder Admiral, wandern im Winter wie Zugvögel in wärmere Regionen und im Frühjahr wieder zurück.

Große Völker der Honigbienen und Ameisen können ihre Nester selbst warm halten und überstehen der Winter in der „geheizten Stube“.

Einige Insekten, wie der Zitronenfalter, produzieren ein körpereigenes Frostschutzmittel und überstehen tiefe Temperaturen im Freien, andere, wie der kleine Fuchs, flüchten in frostfreie, feuchte Baumhöhlen, Dachböden oder Keller.

Die meisten Insekten überwintern als Eier, Larven oder Puppen. Dazu brauchen sie Pflanzen, denn vertrocknete Blüten, Blätter und Stängel sind die idealen Winterquartiere.

Man sollte also Blühflächen im Herbst bewusst nicht abmähen. Hier finden die Insekten Winterquartiere und die Vögel Nahrung in den Samenständen.

Im nächsten Frühjahr wird die Fläche dann gemäht und es erscheint wieder ein Meer von Blüten.

Wir wünschen einen schönen Herbst und viel Spaß beim Beobachten von Vögeln und Insekten an den dürren Stängeln.

Ihre Initiative „Der Landkreis Aschaffenburg summt!“

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