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Insektenhotel selber bauen, aber richtig!

21. Januar 2021

Heute werden in jedem Baumarkt, Gartencenter und im Internet Insektenhotels angeboten. Diese sind oft mit Stroh, Kiefern- oder Fichtenzapfen, Holzwolle oder ähnlichen billigen Füllstoffen versehen und als Versteck oder Kinderstube für Insekten weitgehend nutzlos.

Viel bessere Möglichkeiten bietet ein Reisig- oder Totholzhaufen, in dem sich Marienkäfer, Florfliegen und andere Insekten wohl fühlen.

Auch das Holz mit Bohrungen wird oft nicht gut gewählt. Weichholz ist für ein Bienenhotel ungeeignet. Man sollte auf Hartholz (Eiche, Esche, Buche, Obstholz) zurückgreifen und nicht in die Stirnseite bohren, sondern von der Rinde her. Sonst franst das Bohrloch leicht aus und die Bewohner verletzen sich an den Flügeln.

Die Bohrungen müssen absolut sauber und sorgfältig geglättet sein. Der Durchmesser sollte zwischen 2 und 8 mm betragen. Neben gut durchgetrocknetem Hartholz können auch hohle Schilf- oder Bambusstängel oder Pappröhrchen verwendet werden. Die Röhren sollten eine Länge von 10 bis 15 cm haben und hinten verschossen sein. Das Wildbienenhotel sollte an geschützter Stelle an einem besonnten (Ausrichtung Süd bis Südwest) angebracht werden.

Eine Reinigung der Röhren ist nicht erforderlich, da die Insekten die benutzten Gänge selbst säubern. Aber man kann den Bienen helfen, indem man Spinnennetze am Hotel beseitigt. Herausgefallene Halme sollten ersetzt und verwitterte Halme ausgetauscht werden. Das Insektenhotel sollte ganzjährig an einer Stelle belassen werden. Man kann beobachten, welche Durchmesser besonders begehrt sind und diese ggf. ergänzen.

Geeignete Pflanzen sollten natürlich für die Ernährung der Bienen im Garten vorhanden sein.

Aber nur rund 30 der über 550 Bienenarten in Deutschland nutzen diese Insektenhotels für ihre Brut. Knapp dreiviertel aller nestbauenden Wildbienen nisten im sandigen Boden. Mit offenen Sandstellen oder einer kleinen „Sandkiste“ kann man auch diesen Arten im Garten helfen.

 

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